
Der Spiegel fasst zusammen: „Psychiater glauben am wenigsten an Gott“. Der Autor der Studie, Farr Curlin, sucht den Grund dafür in der Geschichte der Psychiatrie:
Irgendetwas an der Psychiatrie - vielleicht die historische Verbindung zur Psychoanalyse und die anti-religiösen Ansichten der frühen Analytiker wie Sigmund Freud - scheint religiöse Medizinstudenten davon abzuhalten, in diesem Feld tätig zu werden.
Freud sah die Religion nämlich als eine universelle Zwangsneurose. Ich glaube kaum, dass angehende Psychiater tatsächlich noch Freuds Werke lesen. Deshalb können sie sich auch kaum von seinen blasphemischen Äußerungen abschrecken lassen. Viel eher glaube ich, dass sie von selbst darauf kommen, dass sie ohne Religion besser dran sind -- schließlich sind sie schon im Berufsalltag ausreichend mit Halluzinationen konfrontiert.
2 Kommentare:
Jo, mein Vater ist Pastor und ich habe auch den Eindruck, dass mein Vater, insbesondere auch meine Mutter starke Halluzinationen haben!! Was das mit Psychoanalyse zu tun hat, weiß ich nicht, auch wenn mein Vater als Nebenfach Psychologie belegt hat.
Wenn er das, was er predigt, wirklich glaubt, dann hat er Halluzinationen. Die meisten „religiösen“ Menschen, die ich kenne, glauben aber gar nicht wirklich. Eigentlich sehr beruhigend, auch wenn es etwas scheinheilig ist.
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