Samstag, 1. September 2007

Maths is hard -- let's become journalists

Eigentlich ist außerehelicher Sex ja eher etwa für die Bildzeitung, aber warum soll nicht auch die Süddeutsche sich mal an das Thema heranwagen. Dann doch aber bitte mit etwas mehr Sachverstand als es Wolfgang Koydl tut, der diesen Dummfug schreibt:

Vor vier Jahren veröffentlichte die Wissenschaftszeitschrift New Scientist eine Studie, wonach einer von sieben Männern und eine von elf Frauen jedes Jahr untreu sind. Dem scheint eine Erhebung der britischen Statistikbehörde zu widersprechen, dass eine von acht Frauen im vergangenen Jahr überhaupt keinen Sex hatte.

Also, nochmal ganz langsam für Journalisten: 1/11 = 9,1 und 1/8 = 12,5. Der New Scientist hat herausgefunden, dass 9,1 Prozent der britischen Frauen untreu sind und die „britische Statistikbehörde“ (vielleicht das Office for National Statistics?) hat herausgefunden, dass 12,5 Frauen gar keinen Sex haben. Wo ist da der Widerspruch?

Nirgends. Es gibt sogar noch 78,4 Prozent britische Frauen, über die wir überhaupt nichts wissen!

Was war hier los? Ich vermute, der Autor hat Probleme, einfache Brüche richtig zu interpretieren. Er muss so etwas gedacht haben, wie: „Wie können elf Frauen fremdgehen, wenn acht davon überhaupt keinen Sex haben? Da bleiben doch nur drei übrig?“. Und jetzt versucht er vermutlich gerade, deren Telefonnummern herauszubekommen um sich mit ihnen zu verabreden.

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